Samstag, 9. Mai 2015

Hammerköpfe

Neue Hammerköpfe



Jetzt hab ich es nun endlich geschafft den neuen Hammerkopf Satz auf zu leimen. Es war eine Fummelei, aber ich finde es hat sich schon gelohnt.

Erst mussten die neuen Hammerköpfe vorintoniert werden, das bedeutet man sticht mit Nadeln in den Hammerkopf das der Filz weicher wird. Das ist notwendig da vom Werk aus die Hammer ziemlich hart gepresst werden.

Als nächsten Schritt habe ich die Hammerköpfe abgezogen, das bedeutet man ''schleift'' den Filz in verschiedenen Körnungen (100 - 150 - 240) damit der Filz gleichmäßig ist.

Zuletzt werden die Bohrlöcher noch aufgerieben, dann die Hämmer aufgepasst und ein geleimt.


Hier noch ein paar Bilder von den Arbeiten.


Nacher
Vorher



Einpassen der Hämmerköpfe



Fertig :)


Mittwoch, 6. Mai 2015

Röllchen

Flügel Hammer Röllchen


Jetzt ist schon wieder einiges an der Mechanik passiert. :)

Zu erst habe ich die alten Hammerköpfe entfernt, da sie einfach ausgedient haben. Die neuen Hammerköpfe sind schon eingetroffen und werden voraussichtlich am Freitag (08.05.2015) eingeleimt.





























Zunächst habe ich die Röllchen gewechselt, da die alten von Motten angefressen waren und auch ziemlich ausgespielt sind.









Montag, 4. Mai 2015

Alte Mechanik

Hammerköpfe- das muss gemacht werden



Die Flügelhammerköpfe sind leider schon total ausgespielt, das bedeutet das die Saiten sich in den Filz des Hammerkopfes eingespielt haben. Das kommt durch starke Beanspruchung des Instrumentes. Bis zu einem gewissen Punkt kann man die Rillen der Saiten aus den Hammerkopffilz heraus schleifen (abziehen), leider sind bei meinen Hammerköpfen zu tiefe Rillen drin.

Fazit: Es müssen neue Hammerköpfe aufgeleimt werden, und andere diverse Teile müssen auch gewechselt oder erneuert werden.





Reinigung

Flügel gründlich geputzt


Nach dem der Flügel dann nun in dem Haus meiner Eltern angekommen ist, haben wir den Flügel erst einmal gründlich geputzt.





  • Resonanzboden entstaubt 
  • Filze abgesaugt
  • Saiten poliert
  • Gussplatte nass abgewischt
  • Gehäuse etwas entstaubt
  • uvm.



 

Sonntag, 3. Mai 2015

letzter Weg

Transport zum Ziel



Am 02.04.2015 begann der Tag wie jeder andere, erst holten wir früh halb 8 den Hänger, den wir vom Pianohaus Bayer aus Crimmitschau ausgeliehen bekommen haben ab.

Nun fuhren wir von Meerane nach Cottbus, leider hatte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen wollen, da es Höhe Hohenstein - Ernstal ziemlich angefangen hat zu schneien und wir nur schleppen voran kamen. 

Ab Dresden wurde das Wetter immer besser bis wir nun bei Sonnenschein in Cottbus ankamen. 

Durch den Wintereinbruch sind wir Zeitlich ziemlich im Verzug gewesen, deshalb musste dann alles etwas schneller von statten gehen, immerhin hatten wir noch 250 km von Cottbus nach Meerane vor uns.

18:00 Uhr sind wir in Meerane eingetroffen. Da haben wir noch schnell den Flügel ausgeladen, aufgebaut und den Hänger wieder ins Pianohaus Bayer gebracht.






1. Arbeiten

Die ersten Arbeiten an der Mechanik


Da ich die Mechanik mit in meine Wohnung nehmen konnte, hatte ich schon kleine arbeiten an der Mechanik und an den Tasten gemacht.

Erst hatte ich die Mechanik von sämtlichen Staub und Dreck befreit, hierbei fand ich einen weiteren Hinweis auf den Standort vor dem Lagerhaus.

Ich fand ich in der Mechanik eine Marke von der Schulspeisung in Hoyerswerda.




Nach dem dann die Mechanik von Staub befreit war entschloss ich mich die Halbton Tasten nach zu schwärzen, da bei einer gut gebrauchten Mechanik die Schwärze abgegriffen wird beim spielen.






Geschichte

Geschichte des Flügel's


Nach dem wir den Flügel einlagerten, kam mir die Frage:
''Was der Flügel wohl schon alles mitgemacht hat?''

Leider werde ich nicht alles erfahren können was er so durchgestanden hat, aber die Geburt des Flügels konnte ich ermitteln.

Von diesem Flügel notierte ich mir die Instrumenten-Nummer: 59900

In meinem Betrieb konnte ich mit dieser Instrumenten-Nr. alle kleinen Details des Flügels herausbekommen.


Instrumenten Daten:

Firma:.........................August Förster
Instrumenten - Nr.: .....59900
Model:........................170/4
Baujahr:.....................1931
Auslieferung:...............20.08.1931
Farbe/Furnier:.............Mahagoni, Schellack poliert
Gewicht:.....................ca. 350 kg

Käufer/in:...................Ernestine Lange
Stadt:........................Dresden


Da wusste ich nun schon einige dinge über den Flügel, das er z.b. den Krieg, die Hitlerzeit oder auch die DDR erlebte.

Wenn der Flügel reden könnte, dann würde er mir sicher noch einiges erzählen können.